Alternative Fakten

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Alternative Fakten

Unwort des Jahres

Das aktuelle Unwort des Jahres besteht aus zwei Wörtern: „alternative Fakten“. Es wurde von der Trump-Beraterin Kellyanne Conway erstmals im Zusammenhang mit der Amtseinführung Trumps verwendet. Sie sagte dazu, dass nie zuvor bei entsprechender Gelegenheit so viele Feiernde auf der Straße gewesen seien und nannte dies „alternative Fakten“, da die Medien in den USA von deutlich weniger Feiernden als noch bei der Amtseinführung Obamas berichtet hatten.

 

Wer entscheidet über das Unwort des Jahres?

Jeder Bürger kann bis zum 31. Dezember eines Jahres Vorschläge an die Universität Trier, FB II Germanistik / Germanistische Linguistik, schicken. Jedes Jahr im Oktober wird durch einen Medienaufruf auf die Möglichkeit hingewiesen. Der Ausdruck „Alternative Fakten“ wurde 65-mal eingeschickt. Insgesamt gab es 1.316 Einsendungen mit 684 verschiedenen Vorschlägen.

Die Jury arbeitet ehrenamtlich und ist institutionell unabhängig. Sie setzt sich aus vier Sprachwissenschaftler/innen und einem Journalisten zusammen, die Sprachkritik auch außerhalb der Universität für relevant halten. Außerdem wird die Jury jährlich wechselnd durch ein weiteres sprachinteressiertes Mitglied aus dem Bereich des öffentlichen Kultur- und Medienbetriebes ergänzt.

 

Wer ist die aktuelle Jury?

Die aktuellen Jurymitglieder sind Prof. Dr. Nina Janich (Professorin für germanistische Linguistik an der TU Darmstadt; Sprecherin der Jury), Stephan Hebel (Autor und Journalist), Dr. Kersten Sven Roth (Assistent am Deutschen Seminar der Universität Zürich (Linguistik), Prof. Dr. Jürgen Schiewe (Professor für germanistische Sprachwissenschaft an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald) sowie Prof. Dr. Martin Wengeler (Professor für germanistische Linguistik an der Universität Trier).

 

Unwörter-Beispiele

Das Unwort des Jahres wird seit 1991 ermittelt. Einige Beispiele aus der Vergangenheit: Humankapital, Herdprämie, Kollateralschaden Tätervolk, Wohlstandsmüll, Rentnerschwemme, Ich-AG, Entlassungsproduktivität, Peanuts. Das Unwort des 20. Jahrhunderts ist „Menschenmaterial“.

 

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