25 Jahre IC-Geschichte   
 
25 Jahre IC-Geschichte Unsere Jubiläumsfeier Die Zukunft 2005 - 2029


1. Wer waren die ersten IC-Kunden?

Beiersdorf und der dänische Industriesaugerhersteller Nilfisk.


2. Was war die größte Herausforderung?

Eine Roadshow für Beiersdorf durch Ostdeutschland im Frühjahr 1990. Wir sollten DDR-Ärzte mit dem westdeutschen Gesundheitssystem vertraut machen und Niederlassungsberatung durchführen. Es trafen zwei Welten aufeinander, die zwar dieselbe Sprache sprachen, aber ganz anders dachten. Gerade deshalb war dieses Projekt unglaublich lehrreich für alle Beteiligten.


3. Was war das aufregendste IC-Projekt?

Die Baltic Energy Conference in Danzig 1993 für den Kunden PreussenElektra. Wir mussten für diese Konferenz spezielles Computer-Equipment nach Polen transportieren, das es dort nicht auszuleihen gab. Prompt wurden wir an der Grenze gestoppt und mit der Unterstellung konfrontiert, wir schmuggelten Waren. Es begann eine wilde Telefonkonferenz mit unseren Kontaktpersonen in Danzig, aber es half nichts, da wir keine zolltauglichen Warenlisten vorlegen konnten. Wir beendeten die ausweglose Situation nach drei Stunden Wartezeit, indem wir die Blasenschwäche des polnischen Zollbeamten ausnutzten, einfach losfuhren und die Autobahn sofort an der nächsten Ausfahrt verließen. Über versteckte Landstraßen erreichten wir zwar spät, aber nicht zu spät Danzig, wo die Konferenz unter Beteiligung des polnischen Ministerpräsidenten und vieler Minister der Ostsee-Anrainerstaaten zu einem Riesenerfolg wurde – besonders für das Unternehmen Vattenfall, wie man heute weiß.


4. Was ist der sichtbarste Erfolg unserer Arbeit?

Die Einführung des Europakennzeichens für Kraftfahrzeuge. Wir konnten die Kampagne in nur zwei Jahren erfolgreich abschließen.


5. Was sind die größten regelmäßigen Veranstaltungen, die wir organisieren?

Die Hauptversammlungen der Vereins- und Westbank mit 1.200 bis 1.600 Aktionären.


6. Was war der prominenteste Gast einer von IC organisierten Veranstaltung?

Königin Silvia von Schweden anlässlich der Hanse-Wirtschaftstage in Malmö.


7. Was war unser reiseintensivster Auftrag?

Für die Unternehmen dresdnerbank investment management und dit Deutscher Investment-Trust organisierten wir Kolloquien und Informationsreisen für Journalisten in ganz Europa. Von Tallinn bis Lissabon, von London bis Warschau, von Kopenhagen bis Rom erstreckt sich der Aktionsradius und Erfahrungsschatz aus diesen Veranstaltungen.


8. Was war der größte Kundenauftrag?


Die nahezu vollständige Vermarktung von Euroway, einer touristischen Schifffahrtslinie auf der Ostsee. Vor allem die tollen Pressereisen waren bei Journalisten und einigen IC-Mitarbeitern sehr beliebt.


9. Woraus besteht der besondere Nervenkitzel der PR-Arbeit?


Zum Beispiel darin, auf der Baufachmesse Equip´ Baie in Paris ein Pressegespräch für Becker-Antriebe, einem deutschen Industriekunden mit Ambitionen auf dem französischen Markt, zu organisieren. Alle wichtigen französischen Fachmedien sagen ihre Teilnahme zu, aber kein Journalist lässt sich zu Beginn des Pressegesprächs trotz Zusage um 11.00 Uhr blicken. Der Kunde wird unruhig. Um 11.15 Uhr sind immerhin zwei Journalisten eingetroffen. Der Kunde macht trotzdem keinen zufriedenen Eindruck. Um 11.30 Uhr sind plötzlich alle zehn eingeladenen Journalisten im Pressezentrum. Et voilà. Es geht doch. Der Kunde ist glücklich. Wir auch.


10. Worauf basiert der IC-Erfolg?

Kreativität, Einsatzfreude und Verlässlichkeit, was sich durch unsere Kundenkonstanz belegen lässt: Beiersdorf ist mit 25 Jahren unser längster Kunde. Es folgen 3M mit 20 Jahren und ein gutes halbes Dutzend Industriekunden mit mehr als 10 Jahren.


11. Wie steht es um die Mitarbeiterkonstanz bei IC?

Auch hier sind wir etwas anders als andere: Von unserem 15-köpfigen Team sind neun PR-Berater/innen schon über zehn Jahre dabei, alle anderen über drei Jahre. Die Erfahrensten im Team sind Jürgen Klimke mit 20 Jahren, Sabine Harms-Karla mit 16 Jahren, Uwe Schmidt und Elli Hertz mit jeweils 15 Jahren.


12. Welche Services werden von den IC-Kunden besonders intensiv genutzt?

Medienarbeit macht etwa 60 Prozent unserer Arbeit aus. Der Rest verteilt sich gleichberechtigt auf Beratung (von Krisen-PR bis Public Affairs), Veranstaltungen (vom Pressegespräch bis zum Kongress), Webprojekte (Internet- und Intranetauftritte, Webcare) und Printerzeugnisse (vom Flyer über Periodika bis zum Buch). Der IC-eigene Verlag Germa Press veröffentlicht Bücher in den Bereichen Gesundheit und Gesellschaft.


13. Wo liegen die Herausforderungen im Verlagsgeschäft?

Auf der Straße. Stellen Sie sich vor, Sie geben ein neues Buch heraus, das druckfrisch angeliefert wird. Die Spedition weigert sich aber, 12 Paletten mit Tausenden von Büchern einzulagern, stellt die Bücher vor die Haustür und verschwindet. Draußen braut sich zum selben Zeitpunkt eine Regenfront zusammen. In diesem Moment wurde das komplette IC-Team zu Bücherpackern umfunktioniert. Innerhalb von zwei Stunden waren alle Bücher eingelagert. Dann öffnete der Himmel seine Pforten.


14. Welche Kundenpublikation erzielt die höchste Auflage?

Das Gehwol Journal (Thema: Fußpflege) unseres Kunden Gerlach hat eine Auflage von 1.5 Millionen und erscheint 4 x jährlich. Gerlachs neues Objekt „Fuß vital“ für die Apotheke erreicht eine Auflage von 500.000.


15. Was ist für IC besonders schlimm?


Wenn man als Kommunikationsagentur am Kommunizieren gehindert wird. So geschehen bei der Telefonprovider-Umstellung von der Telekom auf Hansenet. Drei Tage waren wir nur über Mobilnetze mit der Außenwelt verbunden.


16. Wie hält sich IC gedanklich frisch?

Wie ruhen uns nie auf Erfolgen aus und wollen uns permanent verbessern. Unsere “Creative Hours“ spielen dabei eine Schlüsselrolle: Das sind Mitarbeiterrunden mit gemischter Zusammensetzung zu unterschiedlichen Themen. Weiterhin pflegen wir eine aktive Mitgliedschaft im Marketingclub sowie einen intensiven Austausch mit anderen befreundeten PR-Agenturen im In- und Ausland.


17. Welche Antwort hat IC auf die Globalisierung?

Durch unsere seit 2002 bestehende Mitgliedschaft im Public Relations Global Network (PRGN) sind wir in einem permanenten Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit fast 32 amerikanischen- und europäischen Agenturen sowie in China, Japan und Australien über Entwicklungstrends in der PR. Ein unschätzbarer Erfahrungsgewinn. Mehr Infos zu PRGN: www.prgn.com.


18. Welche Antwort hat IC auf die EU-Osterweiterung?

Die PRGN-Partner verfügen auch in Osteuropa über Agenturkontakte .


19. Welche weiteren Ziele verfolgt IC international?

IC plant zusammen mit dem PRGN-Netzwerk den weiteren Ausbau in den Ländern Indien und Korea sowie Südamerika.


20. Was bringen IC diese Vernetzungen?

Wir haben in den letzten Jahren viele internationale Kunden gewinnen können.


21. Warum ist IC eigentlich eine AG?

Wir sind eine so genannte „kleine“ AG, also nicht börsennotiert, was auch nicht unser Ziel ist. Ein großer Vorteil der AG ist der Aufsichtsrat, dem gegenüber wir regelmäßig rechenschaftspflichtig sind. Das verhindert Betriebsblindheit und mangelnde Selbstkritik.


22. Wie bekommt Jürgen Klimke sein Bundestagsmandat und die Agenturtätigkeit unter einen Hut?

Die Antwort auf diese uns sehr häufig gestellte Frage ist ganz einfach: Indem er Führungsaufgaben seinen Partnern übertragen hat. Uwe Schmidt kümmert sich dabei verstärkt ums operative Geschäft, Thomas Bartel um agenturinterne Angelegenheiten. Das funktioniert reibungslos, schließlich ist man seit 13 Jahren ein Team.


23. Gibt es neue strategische Felder, die IC „beackern“ möchte?


Wir möchten unsere internationale Vernetzung nutzen, um in der Tourismusbranche Fuß zu fassen und dadurch unsere bisherigen Kernbereiche Medizin/Gesundheit/Kosmetik/ Industrie/Verkehr/Logistik sowie Finanzdienstleistungen zu erweitern.


24. Wie sieht IC die Zukunft der PR?

Erfolgreiche PR-Kampagnen werden immer narrativer (story telling), visueller, interdisziplinärer und internationaler.


25. Was hebt IC von anderen Agenturen ab?

Die Summe der Antworten 1 bis 24.