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1. Wer waren die ersten IC-Kunden?
Beiersdorf und der dänische Industriesaugerhersteller Nilfisk.
2. Was war die größte Herausforderung?
Eine Roadshow für Beiersdorf durch Ostdeutschland im Frühjahr
1990. Wir sollten DDR-Ärzte mit dem westdeutschen Gesundheitssystem
vertraut machen und Niederlassungsberatung durchführen. Es
trafen zwei Welten aufeinander, die zwar dieselbe Sprache sprachen,
aber ganz anders dachten. Gerade deshalb war dieses Projekt unglaublich
lehrreich für alle Beteiligten.
3. Was war das aufregendste IC-Projekt?
Die Baltic Energy Conference in Danzig 1993 für den Kunden
PreussenElektra. Wir mussten für diese Konferenz spezielles
Computer-Equipment nach Polen transportieren, das es dort nicht
auszuleihen gab. Prompt wurden wir an der Grenze gestoppt und mit
der Unterstellung konfrontiert, wir schmuggelten Waren. Es begann
eine wilde Telefonkonferenz mit unseren Kontaktpersonen in Danzig,
aber es half nichts, da wir keine zolltauglichen Warenlisten vorlegen
konnten. Wir beendeten die ausweglose Situation nach drei Stunden
Wartezeit, indem wir die Blasenschwäche des polnischen Zollbeamten
ausnutzten, einfach losfuhren und die Autobahn sofort an der nächsten
Ausfahrt verließen. Über versteckte Landstraßen
erreichten wir zwar spät, aber nicht zu spät Danzig, wo
die Konferenz unter Beteiligung des polnischen Ministerpräsidenten
und vieler Minister der Ostsee-Anrainerstaaten zu einem Riesenerfolg
wurde besonders für das Unternehmen Vattenfall, wie
man heute weiß.
4. Was ist der sichtbarste Erfolg unserer Arbeit?
Die Einführung des Europakennzeichens für Kraftfahrzeuge.
Wir konnten die Kampagne in nur zwei Jahren erfolgreich abschließen.
5. Was sind die größten regelmäßigen Veranstaltungen,
die wir organisieren?
Die Hauptversammlungen der Vereins- und Westbank mit 1.200 bis 1.600
Aktionären.
6. Was war der prominenteste Gast einer von IC organisierten
Veranstaltung?
Königin Silvia von Schweden anlässlich der Hanse-Wirtschaftstage
in Malmö.
7. Was war unser reiseintensivster Auftrag?
Für die Unternehmen dresdnerbank investment management und
dit Deutscher Investment-Trust organisierten wir Kolloquien und
Informationsreisen für Journalisten in ganz Europa. Von Tallinn
bis Lissabon, von London bis Warschau, von Kopenhagen bis Rom erstreckt
sich der Aktionsradius und Erfahrungsschatz aus diesen Veranstaltungen.
8. Was war der größte Kundenauftrag?
Die nahezu vollständige Vermarktung von Euroway, einer touristischen
Schifffahrtslinie auf der Ostsee. Vor allem die tollen Pressereisen
waren bei Journalisten und einigen IC-Mitarbeitern sehr beliebt.
9. Woraus besteht der besondere Nervenkitzel der PR-Arbeit?
Zum Beispiel darin, auf der Baufachmesse Equip´ Baie in Paris
ein Pressegespräch für Becker-Antriebe, einem deutschen
Industriekunden mit Ambitionen auf dem französischen Markt,
zu organisieren. Alle wichtigen französischen Fachmedien sagen
ihre Teilnahme zu, aber kein Journalist lässt sich zu Beginn
des Pressegesprächs trotz Zusage um 11.00 Uhr blicken. Der
Kunde wird unruhig. Um 11.15 Uhr sind immerhin zwei Journalisten
eingetroffen. Der Kunde macht trotzdem keinen zufriedenen Eindruck.
Um 11.30 Uhr sind plötzlich alle zehn eingeladenen Journalisten
im Pressezentrum. Et voilà. Es geht doch. Der Kunde ist glücklich.
Wir auch.
10. Worauf basiert der IC-Erfolg?
Kreativität, Einsatzfreude und Verlässlichkeit, was sich
durch unsere Kundenkonstanz belegen lässt: Beiersdorf ist mit
25 Jahren unser längster Kunde. Es folgen 3M mit 20 Jahren
und ein gutes halbes Dutzend Industriekunden mit mehr als 10 Jahren.
11. Wie steht es um die Mitarbeiterkonstanz bei IC?
Auch hier sind wir etwas anders als andere: Von unserem 15-köpfigen
Team sind neun PR-Berater/innen schon über zehn Jahre dabei,
alle anderen über drei Jahre. Die Erfahrensten im Team sind
Jürgen Klimke mit 20 Jahren, Sabine Harms-Karla mit 16 Jahren,
Uwe Schmidt und Elli Hertz mit jeweils 15 Jahren.
12. Welche Services werden von den IC-Kunden besonders intensiv
genutzt?
Medienarbeit macht etwa 60 Prozent unserer Arbeit aus. Der Rest
verteilt sich gleichberechtigt auf Beratung (von Krisen-PR bis Public
Affairs), Veranstaltungen (vom Pressegespräch bis zum Kongress),
Webprojekte (Internet- und Intranetauftritte, Webcare) und Printerzeugnisse
(vom Flyer über Periodika bis zum Buch). Der IC-eigene Verlag
Germa Press veröffentlicht Bücher in den Bereichen Gesundheit
und Gesellschaft.
13. Wo liegen die Herausforderungen im Verlagsgeschäft?
Auf der Straße. Stellen Sie sich vor, Sie geben ein neues
Buch heraus, das druckfrisch angeliefert wird. Die Spedition weigert
sich aber, 12 Paletten mit Tausenden von Büchern einzulagern,
stellt die Bücher vor die Haustür und verschwindet. Draußen
braut sich zum selben Zeitpunkt eine Regenfront zusammen. In diesem
Moment wurde das komplette IC-Team zu Bücherpackern umfunktioniert.
Innerhalb von zwei Stunden waren alle Bücher eingelagert. Dann
öffnete der Himmel seine Pforten.
14. Welche Kundenpublikation erzielt die höchste Auflage?
Das Gehwol Journal (Thema: Fußpflege) unseres Kunden Gerlach
hat eine Auflage von 1.5 Millionen und erscheint 4 x jährlich.
Gerlachs neues Objekt Fuß vital für die Apotheke
erreicht eine Auflage von 500.000.
15. Was ist für IC besonders schlimm?
Wenn man als Kommunikationsagentur am Kommunizieren gehindert wird.
So geschehen bei der Telefonprovider-Umstellung von der Telekom
auf Hansenet. Drei Tage waren wir nur über Mobilnetze mit der
Außenwelt verbunden.
16. Wie hält sich IC gedanklich frisch?
Wie ruhen uns nie auf Erfolgen aus und wollen uns permanent
verbessern. Unsere Creative Hours spielen dabei eine
Schlüsselrolle: Das sind Mitarbeiterrunden mit gemischter Zusammensetzung
zu unterschiedlichen Themen. Weiterhin pflegen wir eine aktive Mitgliedschaft
im Marketingclub sowie einen intensiven Austausch mit anderen befreundeten
PR-Agenturen im In- und Ausland.
17. Welche Antwort hat IC auf die Globalisierung?
Durch unsere seit 2002 bestehende Mitgliedschaft im Public
Relations Global Network (PRGN) sind wir in einem permanenten Gedanken-
und Erfahrungsaustausch mit fast 32 amerikanischen- und europäischen
Agenturen sowie in China, Japan und Australien über Entwicklungstrends in der PR. Ein unschätzbarer
Erfahrungsgewinn. Mehr Infos zu PRGN: www.prgn.com.
18. Welche Antwort hat IC auf die EU-Osterweiterung?
Die PRGN-Partner verfügen auch in Osteuropa über Agenturkontakte .
19. Welche weiteren Ziele verfolgt IC international?
IC plant zusammen mit dem PRGN-Netzwerk den weiteren Ausbau in den Ländern Indien und Korea sowie Südamerika.
20. Was bringen IC diese Vernetzungen?
Wir haben in den letzten Jahren viele internationale Kunden
gewinnen können.
21. Warum ist IC eigentlich eine AG?
Wir sind eine so genannte kleine AG, also nicht börsennotiert,
was auch nicht unser Ziel ist. Ein großer Vorteil der AG ist
der Aufsichtsrat, dem gegenüber wir regelmäßig rechenschaftspflichtig
sind. Das verhindert Betriebsblindheit und mangelnde Selbstkritik.
22. Wie bekommt Jürgen Klimke sein Bundestagsmandat und
die Agenturtätigkeit unter einen Hut?
Die Antwort auf diese uns sehr häufig gestellte Frage ist ganz
einfach: Indem er Führungsaufgaben seinen Partnern übertragen
hat. Uwe Schmidt kümmert sich dabei verstärkt ums operative
Geschäft, Thomas Bartel um agenturinterne Angelegenheiten.
Das funktioniert reibungslos, schließlich ist man seit 13
Jahren ein Team.
23. Gibt es neue strategische Felder, die IC beackern
möchte?
Wir möchten unsere internationale Vernetzung nutzen, um in
der Tourismusbranche Fuß zu fassen und dadurch unsere bisherigen
Kernbereiche Medizin/Gesundheit/Kosmetik/ Industrie/Verkehr/Logistik
sowie Finanzdienstleistungen zu erweitern.
24. Wie sieht IC die Zukunft der PR?
Erfolgreiche PR-Kampagnen werden immer narrativer (story telling),
visueller, interdisziplinärer und internationaler.
25. Was hebt IC von anderen Agenturen ab?
Die Summe der Antworten 1 bis 24.
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